Alle Jahre wieder beginnt spätestens Ende November das gleiche Spiel: Während die Natur auf Sparmodus schaltet, Tiere sich in den Winterschlaf begeben und die Bäume ihre letzten Blätter abwerfen, tun die meisten Menschen genau das Gegenteil. Anstatt die besinnliche Weihnachtszeit in vollen Zügen zu genießen, dominieren Stress, Hektik und volle Terminpläne den Alltag. Muss das eigentlich sein?

Ein großer Teil der Weihnachtshektik hängt vor allem mit dem eigenen Perfektionismus zusammen. In dem Wunsch, ein bestimmtes Bild von sich zu erfüllen, werden beinahe manisch Adventskalender selbst gebastelt, Nikolausstiefel gefüllt, Fotokalender gestaltet, Bio-Plätzchen gebacken, Weihnachtsmärkte abgeklappert und Adventsdinner organisiert. Vom eigentlichen Weihnachtsmarathon um Heiligabend herum ganz zu schweigen.

Selbst wenn es schwerfällt: Prioritäten setzen

In dieser Tretmühle ist es ratsam, einmal in Ruhe zu reflektieren und ehrlich zu hinterfragen: Was von alldem tue ich eigentlich für mich selbst? Ohne Frage sind die leuchtenden Augen der Liebsten, die ihre Geschenke entgegennehmen, Lohn genug für all die Mühen. Doch ist meine Anwesenheit wirklich auf jeder Weihnachtsfeier des Sportvereins erforderlich oder kann man eine Glühwein-Verabredung auch einfach mal freundlich ausschlagen und stattdessen einen Kinoabend im Januar ansetzen? Prioritäten setzen heißt daher ein Lösungsansatz, um die Weihnachtszeit zu entschleunigen.

Auch in der Adventszeit möglich: Einfach mal zur Ruhe kommen

Wenn es schwerfällt, mal Nein zu sagen, hilft vielleicht der umgekehrte Blick auf die Dinge: Was kann ich eigentlich mit all der freigewordenen Zeit anfangen, die durch eine Weihnachtsfeier oder eine Runde Plätzchenbacken weniger plötzlich frei wird? Wir haben da ein paar Vorschläge:

  • In Ruhe das Haus dekorieren
  • Lange Spaziergänge machen und die Lichter bewundern
  • Mit Tee und Kerzen auf dem Sofa gemütlich machen
  • Weihnachtsfilme gucken

Mit diesen entschleunigenden Tätigkeiten kommst du dem besinnlichen Kern von Weihnachten vielleicht sogar näher, als es der Shoppingmarathon oder die Kochorgie an Heiligabend vermögen. Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als sich dem Zauber von Weihnachten in Gänze hinzugeben und diese besondere Zeit kurz vor dem Jahreswechsel einfach zu genießen?

Entschleunigung vor Weihnachten: So kann es gehen

Für den Fall, dass du dennoch nicht ohne Weiteres aus der Weihnachtsmühle herauskommst, haben wir noch ein paar konkrete Tipps:

  • Weihnachtsfeiern in den Januar legen
  • Viele Firmen handhaben es schon so und wir finden die Idee großartig. Im Januar findet meist ohnehin nicht allzu viel statt und der Monat ist gefühlt sehr lang - warum also nicht die Weihnachtsfeier ein paar Wochen nach hinten verlegen und so den Terminplan entzerren?
  • Weihnachtsgeschenke im Laufe des Jahres besorgen
  • Wahrscheinlich nimmst du dir das ohnehin jedes Jahr vor, doch am Ende klappt es doch nicht? Dann starte doch einfach damit, Geschenkideen sofort aufzuschreiben. So entfällt das Grübeln unter Zeitdruck, vor allem wenn Weihnachten schon fast vor der Tür steht. Ein freier Tag für das Besorgen der Geschenke kann manchmal Wunder wirken, da du dich so nicht wie die meisten anderen am Samstag ins Einkaufszentrum drängen musst.
  • Heiligabend: Auf Buffet, Raclette oder Fondue umsteigen

Um Zeit zu schaffen, ist es manchmal nötig, mit liebgewordenen Gewohnheiten zu brechen. In manchen Familien ist Raclette sowieso das Menü der Wahl an Heiligabend, andere setzen auf Würstchen mit Kartoffelsalat. Was beide Varianten gemeinsam haben: Sie sind nicht sehr zeitaufwendig und niemand muss den halben Tag in der Küche verbringen. Gleiches gilt auch für Fondue oder das allseits beliebte Buffet, zu dem einfach jeder etwas mitbringt.

 

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